27. Februar 2011

Dafür sein dagegen zu sein


Atomkraft, nein danke.
Rauchen in Gaststätten, bloß nicht.
Netz gegen Nazis.
Gegen Google-Streetview.
Über hundertdreiundzwanzigmillionen Einträge bei Google zum Thema „gegen“.
Gegen Gewalt.
Gegen Muskelkater.
Gegen Bilderklau.
Gegen Vieren.
Gegen Vergessen.
Gegen Blähungen.

Wir sind dagegen! Wogegen? Gegen alles, von Gewalt bis Blähungen.
Wir sind gegen die Regierung. Wir sind gegen die FDP. Wir sind gegen unsere Wahl, die, wie man merkt, ja auch keine gute war.

Du bist noch für etwas?
Du bist nicht gegen Merkel.
Gegen Wirtschaftskriminalität.
Gegen Fleischproduktion.
Gegen Kummer.
Gegen Halsschmerzen.
Gehörst auch nicht zu den 5 gegen Jauch?
Dann ist die Welt gegen Dich.

Wir wollen unsere Erde schützen, den Klimawandel stoppen. Gegen CO2. Gleichzeitig sind wir gegen Sparmaßnahmen, wollen uns unseren hart verdienten Wohlstand nicht streitig machen lassen.
Wir kämpfen für freie Meinungsäußerung und eine freie Welt.
Das einzige wofür wir sind, ist dagegen zu sein. Dafür sein dagegen zu sein.
Ich gründe eine NGO nur um gegen etwas zu sein, am liebsten gegen alles zu sein.

Ich bin gegen Tierversuche.
Ich bin gegen Mobbing.
Gegen Gewalt an Schulen.
Gegen nutzlose Hartz-IV Reformen.
Gegen das marode System.
Gegen Westerwave
und auch gegen Dr. StrgC. StrgV. zu Guttenberg.

Und weil ich gegen alles bin, so wie ihr es von mir verlangt, bin ich auch:
Gegen freie Meinungsäußerung.
Gegen die Unverletzlichkeit der Würde.
Gegen Pressefreiheit.
Gegen die Menschenrechte.
Gegen die Meinungsfreiheit
Gegen den Anfang
und gegen das Ende.
Gegen alles und gegen die Welt
und schlussendlich gegen diesen Text.

18. Februar 2011

Liebe ist Pünktchen Pünktchen Pünktchen

Liebe ist...
...wenn die Frage "Wie geht es dir?"
ehrlich gemeint ist.

 

17. Februar 2011

Mein lieber kleiner blauer Elefant, (Teil 1)

Mein lieber kleiner blauer Elefant,

schon als ich klein war und noch gar nicht recht verstehen konnt', fühlte ich schon etwas inniges für dich, heute weiß ich, was es ist – Liebe.
Du hast mich berührt und dich in mein Herz trompetet. Tröööt.
Dein großer Bruder, Benjamin Blümchen, war zwar auch ganz nett, aber er war und wird niemals so sein wie du. Mein kleiner blauer Elefant.
Sag mal, wenn du mal wieder schläfst, träumst du dann eigentlich von mir? Du schläfst nämlich ziemlich oft und viel, meistens auch sehr tief, träumst du dann von mir, weil du mich von der anderen Seite des kalten, matten Glases des alten Röhrenfernseher bei meiner Oma nicht sehen kannst? Fristest du auch dieses trostlose Dasein, wie ich? Spürst du auch, dieses Gefühl, alleine zu sein?
Ich habe kein Problem mit Alkohol, auch wenn du immer blau bist.
Meinetwegen kannst du schwänzen, weil du ja immer blau machst.
Für mich zählt nur das eine, die inneren Werte.
Doch habe ich noch eine letzte Frage an dich.
Wurdest du Opfer der Genforschung?
Schließlich ist selbst die Maus, größer als du. Auch wenn die Ente einen ähnliche Körpergröße hast wie du, kann sie nicht fliegen. Was ist falsch gelaufen bei euch?
Hat man mit euch Tierversuche betrieben und euch dann ausgestellt, wie einen geglückten Klonversuch, wie ein Schaf – mäh – namens Dolly?
Hast du Dolly kennengelernt? Lebte sie auch in einem Labor mit dem immer, ewig, selben, gleichen braunorangenen Hintergrund?
Du schläfst viel, lang, tief, ruhig, schnarchend, wälzend, weil sie dich mit Betäubungsmitteln ruhig stellen, weil bei ihren Versuchen nicht alles so geklappt hat und du oft an Wutausbrüchen leidest!
Baldiparam für eine ruhige Nacht.
In einer Überdosis! Ich habe es gewusst.
Mein kleiner treuer Held, meine Liebe meines Lebens, ich komme und rette dich! Dann helf' ich dir und zeig dir die freie Welt, jenseits der Glasscheibe. Außerhalb eines Käfigs von Glas und der immer, ewig, selben, gleichen, braunorangenen Wand.
Dann kämpfen wir zusammen und schließen uns all den Revolutionen und Revolten an!
Wir sagen nicht nur: „Atomkraft – Nein danke!“
Wir sagen auch nein zu genetischen Tierversuchen an kleinen, unschuldigen Tierchen, die Sie kleinen Kindern präsentieren um ihre Wirkung auf die Außenwelt, hinter der immer, ewig, selben, gleichen, braunorangenen Wand.
Zusammen werden wir einfach gegen alles sein, nur um überhaupt gegen etwas zu sein!

Ich liebe dich, vergiss das nie!

4. Februar 2011

Über all das was sich regt... Leben

Wer sind wir?
Und wohin gehen wir?
Sind wir gewollt oder Kind des Schiksals?
Gibt es überhaupt ein Schiksal oder ist alles Zufall?

Was ist der Sinn?
Leben oder Sterben wir?
Und warum wollen wir autentisch leben?
Wenn doch am Ende, dass alles nicht mehr zählen kann?

Mit Gewalt

Sturm drückt an mein Fenster.
Sucht Freiheit
durch Gewalt.

Arme umschlingen mich fest.
Suchen Liebe
durch Gewalt.

Musik hämmert mit ihren Bässen.
Sucht Gehör
durch Gewalt.

Sorgen werden mir erzählt.
Sucht Trost,
Sucht Verständnis,
Sucht Aufmerksamkeit
und das schon mit Gewalt.

20. Januar 2011

Frühling

Erste bunte Knospen
strecken sich zum Himmel hoch.
Wollen prächtig sein
und die träumde' Welt wachrütteln.

Noch liegt alles verdeckt
unter Eis und Schnee die Erde.
Doch das erste Grün
und die Pflanzen tragen ihre Pracht.

Langsam wird uns bewusst
das der Winter nun zu Ende geht.
Neues Leben erwacht
und der Frühling vor der Türe steht.

6. Januar 2011

Nachts

Ein schwerer dunkler Vorhang
fällt über die Stadt,
Lichter glimmen auf,
erhellen die Finsternis ein Stück.
In meinem Zimmer leuchtet nichts
ich liebe die Nacht,
sitze auf dem Sims,
denkenach und schau zum Mond.
Sein Zyklus ist wiederkehrend
und sein Licht scheint,
wenn's keine Wolken gibt,
ich horche den Katzen ihrem Kampf.
Jetzt fühlte ich mich sicher hier
unter den Sternen ,
hier bei düstrer Nacht,
wo Mond erhellt mein Gemüt ein Stück.

5. Januar 2011

Schrei

Schneiden fuhr er durch die Nacht.
Durchbrach Stille und Finsternis.
Hallte laut wieder von den Wänden.
Der Schrei.

Es war ein Hilferuf nach Leben.
Voller Angst um das Ende.
Ein letzter Versuch zum Atmen.
Der Schrei.

Der Schatten breitete sich aus.
Ihre Angst wurde zur Taubheit.
Schwach, ein letzter Versuch.
Der Schrei.

2. Januar 2011

Fight

Never thought of
Any fault I did
So I try
To survive now

Keep in mind what
I have told you
Never give
Up, I live for you

I have to fight
Until the end
Or I die
And lost my life.

______________
geschrieben in der Silvesternacht '10/'11

29. Dezember 2010

Make you feel my love

Spürst du nicht, die Regentropfen auf deiner Haut?
Hast du meine Worte vergessen,
die ich dir in einem stillen Moment geflüstert habe?

Siehst du nicht die Tränen in meinen blauen Augen?
Schmeckst du die Küsse nicht mehr,
welche wir uns gaben, als wir uns geliebt haben?

Merkst du nicht den Wind auf deiner bleichen Haut?
Erinnerst du die Stellen nicht mehr,
an denen ich dich berührt haben, voller Gefühle?

Wie kann ich dir zeigen, dass du zu mir gehörst?
Ich werde dich niemals verlieren,
denn du bist in meinem Herzen, egal was passiert.