8. November 2010

Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken

 Ausstieg aus dem Ausstieg...


Der damals unter Rot-Grüner Regierung festgesetzte Zeitpunkt eines Aufstiegs aus den Atomkraftlaufzeiten, wurde von der jetzigen Regierung unter Angela Merkel aufgehoben. Sie möchte die Laufzeiten für deutsche Atommeiler für weiter zwölf Jahre verlängern. 
Gegen dieses Vorgehen sind nicht nur die Oppositionsspartein, sondern auch viele Bürger in Deutschland, wie man derzeit an den Protesten in Gorleben erlebt. Schon seit Beginn des Baus von Atomkraftwerken üben Bürger in der Bundesrepublik Deutschland Protestaktionen aus.

Von der Laufzeitverlängerung profitieren besonders die Energieriesen RWE, E.on, EnBW und Vattenfall. Die Bundesregierung würde durch die Verlängerung rund 27 Milliarden an Brennelementesteuern einnehmen.
Die Entscheidung von der Bundeskanzlerin wird jedoch auch von verschiedenen Umweltorganisationen und Atomkraftgegnern angeprangert.
Betroffen sind im allgemeinem alle Bürger, da sowohl Umweltrisiken, als auch die Strompreise von ihnen getragen werden muss. Im besonderen natürlich auch die Menschen, die im näherem Umfeld eines Reaktors oder geplanten Endlagers leben.

Nach dem von Rot-Grüner Koalition verabschiedetem Gesetz, sollte Deutschland bereits im Jahr 2022 aus dem Atomstromprogramm aussteigen und seine Energieversorgung bis zum Jahr 2050 möglichst weitgehend auf erneuerbare Energien umstrukturieren. Darüber hinaus sollen keine weiteren Anlagen gebaut werden dürfen und bestehende müssen vor ihrem technisch bedingtem Abschalten vom Netz genommen werden.
Nun können Kraftwerke 14 Jahre länger laufen und mit der Übertragung von Restzeiten könnten Stromkonzerne manche Meiler sogar bis zum Jahr 2050 laufen lassen.

Das deutsche Atomforum plädiert für eine Laufzeitverlängerung, wie die Schwarz-Gelbe Regierung sie plant, da sie der Meinung sind, dass gesetzte Klimaziele nur mit Atomkraftwerken erreicht werden können und weiterhin vertreten sie die Meinung, dass Atomstrom in der Herstellung und Endlagerung sicher ist. Ebenso vertreten sie den Standpunkt, dass die Verlängerung der Laufzeiten wichtig sind, damit das Stromnetz in der Umbauphase zu erneuerbaren Energien aufrecht erhalten werden kann, denn dies ist wichtig für einen Industriestaat, wie Deutschland. Auch können mit einem Energiemix indem auch Atomstrom vorhanden ist, die Verbraucher entlastet werden, da Atomstrom eine günstige Variante ist. Kernkraftbefürworter stellen dar, dass Reaktoren sicher gegen Angriffe geschützt sind und durch technische Überprüfungen die Sicherheitsstandards jederzeit eingehalten werden und zu keiner Zeit eine Gefahr besteht.

Die Atomkraftgegner beunruhigt die ungeklärte Endlagerfrage und damit auch die Ausgehende Gefahr für die Bevölkerung. Deswegen wollen sie mit möglichst kurzen Restlaufzeiten verhindern, dass weiterer Atommüll produziert wird. Darüber hinaus befürchten sie Unfälle wie bei Tschernobyl oder auch die Gefahr von Terroranschlägen auf Atomkraftwerke. Sie plädieren für einen Ausstieg,
da die Subventionen für Atomanlagen unnötig Steuergelder verschlucken würden und nicht mit einer Senkung von Strompreisen für die Endverbraucher rechnen. Ebenso könnten Atomkraftwerke die Förderung von erneuerbaren Energien verdrängen und behindern. Als Übergang wollen sie nicht auf Atomstrom setzen, sondern auf effiziente Erdgas-Anlgaen setzen und auch somit das Erreichen der Klimaziele Deutschlands ermöglichen.

Ich denke, dass eine Atomlaufzeitverlängerung nicht tragbar ist. Persönlich halte ich Atomkraft als Überbrückungs- oder sogar als Zukunftsenergie für sehr fragwürdig, solange keine absolute Sicherheit und ein Endlager vorhanden ist. Außerdem denke ich, dass ein Endlager zur Zeit und in Zukunft nicht gefunden werden kann. Die Einsparungen die dadurch für die Verbraucher entstehen könnten, sind zu gering, um ein solch hohes Risiko befürworten zu können. Darüber hinaus ist diese Art von Politik, die die Bundeskanzlerin betreibt in diesem Fall Lobby-Politik, denn an der Verlängerung von Atomkraftlaufzeiten verdienen die großen vier Energiekonzerne als einzige.
Geld für riesige Konzerne gegen die Sicherheit der Bevölkerung. Ist das verantwortbar?

2 Kommentare:

  1. wow, toll ja durchgelesen.
    kriegst du 100%tig eine eins. :)

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  2. mal ganz abgesehen davon, dass das offensichtlich für die Schule ist, finde ich den Text sehr gut geschrieben - es sind zwar einige Fremdwörter drin, aber es ist nichst so, dass man es nicht versteht ;) also gut überbrückt

    und dann zu deine Frage: Ist das verantwortbar? Nein es ist nicht verantwortbar. Es ist einfach nur unverantwortlich was die Regierung abzieht nur um Geld einzukassieren (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe). Damit wird die Gesundheit ganz Deutschlands riskiert und natürlich auch aller anderen Länder wo es Atomkraftwerke gibt ..

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